»Faust 1&2« von Johann Wolfgang von Goethe

»Faust 1&2« von Johann Wolfgang von Goethe

Zusammenfassung für dieses Angebot

Die Inszenierung von Goethes „Faust 1&2“ in Frankfurt am Main am 13.06.2026 bringt einen interessanten Ansatz, indem Regisseur Jan-Christoph Gockel das Werk auf die Gleise eines Geisterzugs verlegt. Besonders im Fokus steht der zweite Teil, der Themen wie die Ausbeutung von Mensch und Natur beleuchtet. Die Aufführung bietet einen modernen Blick auf die zeitlosen Fragen, die Goethe aufwirft, und setzt sich mit der Zerrissenheit des Protagonisten auseinander. Hier wird das klassische Werk vor einem ungewöhnlichen Hintergrund neu interpretiert.

Beschreibung

„Oh Faust! – das Urbild des Bürgers, der Theologie, Jura, Medizin und leider auch Philosophie studiert hat, dessen Liebe die Zerstörung ist und der zerbrochene Seelen braucht, um seinen Kanal zu bauen!“ – so versuchte Anton Kuh in knapper Form ein Werk zu charakterisieren, das der Dichter selbst als unvollendet betrachtete: Johann Wolfgang von Goethe wollte, dass Faust II erst nach seinem Tod veröffentlicht werde, damit es die Menschen auch künftig „weiter erfreue und beunruhige“.

Höher, schneller, weiter – begleitet vom Teufel rast Faust durch die kleine wie die große Welt. Regisseur Jan-Christoph Gockel verlegt Goethes „Monstertheater“ auf die Gleise eines Geisterzugs und konzentriert sich besonders auf den zweiten Teil – und damit auf die visionären, bis heute aktuellen Dimensionen des Stücks: die Ausbeutung und Zerstörung von Mensch und Natur.