Raub. Verladene Erinnerungen

Raub. Verladene Erinnerungen

Zusammenfassung für dieses Angebot

Das Angebot bezieht sich auf die Uraufführung des dokumentarischen Theaterprojekts "Raub. Verladene Erinnerungen" von Melina Spieker und Jan Grosfeld, das am 21. Mai 2026 in Bremen stattfindet. Das Stück thematisiert, wie jüdische Familien durch das NS-Regime ihrer Besitztümer beraubt wurden und wie diese Gegenstände in Bremen versteigert wurden, wobei viele Bürger:innen davon profitierten. Es geht um die Aufarbeitung der Vergangenheit, die Auswirkungen dieser Verbrechen und die Geschichten hinter alltäglichen Objekten. Das Projekt lädt dazu ein, sich mit Erinnerung und Verantwortung auseinanderzusetzen.

Beschreibung

Uraufführung
Ein dokumentarischer Leerraum von Melina Spieker und Jan Grosfeld
Regie: Melina Spieker

Dezember 1942: Ein Frachtschiff erreicht Bremen. An Bord befinden sich Möbel, Haushaltsgegenstände und persönliche Besitztümer, die jüdischen Familien aus ganz Europa vom NS-Regime geraubt wurden. Organisiert wurde der Transport von einer großen Bremer Reederei – Teil eines systematischen Enteignungsapparats des nationalsozialistischen Deutschlands.

Die geraubten Gegenstände werden anschließend in Bremen versteigert: im Weserstadion, im Auktionshaus im Schnoorviertel, in Turnhallen und im Hafengebiet. Viele Bremer Bürgerinnen und Bürger besuchen die Verkäufe und profitieren damit unmittelbar von der Verfolgung, Vertreibung und Deportation jüdischer Menschen.

Das dokumentarische Theaterprojekt „Small House“ setzt sich mit der Frage auseinander, wie Einzelpersonen, Unternehmen und Institutionen von den Verbrechen der NS-Diktatur profitieren konnten – und welche Spuren dieses Unrechts bis heute sichtbar oder verdrängt geblieben sind.

Welche Geschichten verbergen sich hinter scheinbar alltäglichen Gegenständen? Welche Erinnerungen wurden ausgelöscht oder verschwiegen? Und wie kann ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser Vergangenheit aussehen?

Ein bewegender Theaterabend über Erinnerung, Verantwortung und die bleibenden Folgen historischer Gewalt.