ANTHROPOLIS II: Laios

ANTHROPOLIS II: Laios

Zusammenfassung für dieses Angebot

Das Angebot „ANTHROPOLIS II: Laios“ behandelt die Zeit nach dem Ende von Pentheus in Theben und die Rückkehr von Laios, der gemeinsam mit dem jungen Chrysippos aus Pisa als König ins Exil zurückkehrt. Die Inszenierung beleuchtet in einem poetischen Monolog die komplexe Beziehung zwischen Laios, Iokaste und dem Orakel der Seherin Pythia sowie die Verantwortung der Eltern für das Schicksal ihres Sohnes Ödipus. Aufgeführt wird das Stück in Hamburg am 23. Mai 2026 und bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Themen wie Schuld, Verantwortung und Freiheit über Generationen hinweg.

Beschreibung

Nach dem Ende von Pentheus und der Machtübernahme durch Labdakos, einen weiteren Enkel des Kadmos, beginnt in Theben eine Zeit der Gewalt und maßlosen Ausschweifungen. Schließlich wird Laios, der Sohn des Labdakos, aus dem Exil zurückgeholt und zum König erhoben. Doch er kehrt nicht allein zurück: Der junge Chrysippos aus Pisa begleitet ihn.

Ist er der Grund für die Kinderlosigkeit des neuen Königspaares Laios und Iokaste – oder liegt die Ursache im Orakel der Seherin Pythia? Bald erscheint eine weitere Gestalt vor den Toren der Stadt: die Sphinx, ein Mischwesen aus Löwe, Frau und Vogel, das Theben mit Gesang und rätselhaftem Zauber in einen Strudel tödlichen Wahnsinns treibt.

In einem hochpoetischen, multiperspektivischen Monolog, der verschiedene Figuren und mythische Deutungen rund um den Vater des Ödipus zu Wort kommen lässt, untersucht die Inszenierung die Frage, was Laios und Iokaste dazu bewegt haben könnte, trotz göttlichen Verbots ein Kind zu zeugen.

Wie groß ist die Verantwortung der Eltern für das Schicksal ihres Sohnes Ödipus, den sie nach seiner Geburt sofort in den Bergen aussetzen lassen wollten? Und wie viel Schuld wird von Generation zu Generation weitergegeben – und wie viel Freiheit bleibt dem Einzelnen, sich daraus zu lösen?